Kurs

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Einführung in Holter und Pathfinder SL
Kurzinput· 6 Min.· Lektion 1 von 4

Was ist ein Holter-EKG?

Lernziel: Zweck und Prinzip eines Holter-EKG benennen · Typische Einsatzfelder kennen · Abgrenzung zum Ruhe-EKG verstehen

Ein Holter-EKG ist eine kontinuierliche EKG-Aufzeichnung im Alltag der Patientin oder des Patienten, üblicherweise über 24, 48 oder 72 Stunden. Im Unterschied zum Ruhe-EKG, das nur einen kurzen Moment abbildet, dokumentiert das Holter-EKG den Verlauf über viele Stunden hinweg. Ereignisse, die nur sporadisch auftreten, können so erfasst werden.

Schematische Darstellung eines Holter-Rekorders am Brustkorb
Mobiler Holter-Rekorder mit Brustelektroden – schematisch.
Definition
Holter-EKG

Mobile, kontinuierliche EKG-Aufzeichnung mit mehreren Kanälen über einen laengeren Zeitraum. Benannt nach Norman Holter, der das Verfahren in den 1950er Jahren entwickelt hat.

Typische Einsatzfelder

  • Abklaerung von Herzrhythmusstoerungen wie Vorhofflimmern, Extrasystolen oder Bradykardie
  • Symptom-Korrelation: Schwindel, Palpitationen oder Synkopen mit dem zeitgleichen EKG vergleichen
  • Verlaufskontrolle nach medikamentoeser Einstellung oder Intervention
  • Risikoabschätzung bei bekannter struktureller Herzerkrankung

Was unterscheidet das Holter-EKG vom Ruhe-EKG?

  • Dauer: Stunden bis Tage statt Sekunden
  • Kontext: Alltag mit Bewegung, Schlaf, Belastung statt Liege-Situation
  • Datenmenge: Hunderttausende Schläge statt einzelner Komplexe
  • Auswertung: Strukturierte Sichtung mit Software statt direkte Beurteilung
Lernhaltung
Diese App führt strukturiert durch die Beurteilung. Sie ersetzt keine ärztliche Diagnose und keine zertifizierte Analysesoftware.
Wissensbestätigung
Was ist die zentrale Eigenschaft eines Holter-EKG?