Lernziel: Zweck und Prinzip eines Holter-EKG benennen · Typische Einsatzfelder kennen · Abgrenzung zum Ruhe-EKG verstehen
Ein Holter-EKG ist eine kontinuierliche EKG-Aufzeichnung im Alltag der Patientin oder des Patienten, üblicherweise über 24, 48 oder 72 Stunden. Im Unterschied zum Ruhe-EKG, das nur einen kurzen Moment abbildet, dokumentiert das Holter-EKG den Verlauf über viele Stunden hinweg. Ereignisse, die nur sporadisch auftreten, können so erfasst werden.
Mobiler Holter-Rekorder mit Brustelektroden – schematisch.
Definition
Holter-EKG
Mobile, kontinuierliche EKG-Aufzeichnung mit mehreren Kanälen über einen laengeren Zeitraum. Benannt nach Norman Holter, der das Verfahren in den 1950er Jahren entwickelt hat.
Typische Einsatzfelder
Abklaerung von Herzrhythmusstoerungen wie Vorhofflimmern, Extrasystolen oder Bradykardie
Symptom-Korrelation: Schwindel, Palpitationen oder Synkopen mit dem zeitgleichen EKG vergleichen
Verlaufskontrolle nach medikamentoeser Einstellung oder Intervention
Risikoabschätzung bei bekannter struktureller Herzerkrankung
Was unterscheidet das Holter-EKG vom Ruhe-EKG?
Dauer: Stunden bis Tage statt Sekunden
Kontext: Alltag mit Bewegung, Schlaf, Belastung statt Liege-Situation